AM ENDE DER NACHT

Gastproduktion Rose Theegarten Ensemble

Am Ende der Nacht

Fotos ©MEYER ORIGINALS

Der Erste Weltkrieg legte eine Welt in Trümmer. Vaterland, Religion, Familie, Humanismus: Alte Gewissheiten zerbrachen. „Am Ende der Nacht“ blickt zurück auf ein Jahrhundert der Katastrophen, auf Kriege, Kolonialisierung und Wirtschaftskrisen. Endzeit-Entertainment voller Gewalt und Entsetzen, aber auch voller Zärtlichkeit und Schönheit. Was mag noch kommen nach dem Ende der Nacht? Ein neuer Morgen? Oder nichts mehr?

Mit Claudia Holzapfel, Bettina Muckenhaupt, Charles Ripley, Thomas Wenzel, Adrian Ils | Regie Guido Rademachers | Ausstattung Regina Rösing | Produktionsassistenz Raoul Migliosi

Vorstellungsdauer ca. 95 Minuten. Keine Pause

Presse

"Fünf großartige Schauspieler zeigen über 90 Minuten eine rasante Leistung, die das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die phantastische Bettina Muckenhaupt stellt wieder einmal ihr ganzes Können unter Beweis und führt vor Augen, dass Theater nicht vom gesprochenen Wort lebt, sondern viel mehr von den kleinen Gesten und mimischen Ausdrücken. Claudia Holzapfel tobt über die Bühne, springt von einer Rolle in die nächste. Charles Ripley lässt sich erschießen und wechselt die Figuren ebenfalls permanent. Adrian Ils, der auch für die Musik verantwortlich ist (...), mimt den sprach- aber keinesfalls ausdruckslosen Clown. Und Thomas Wenzel moderiert und kommentiert gekonnt durch den Abend. Mit „Am Ende der Nacht“ inszeniert Guido Rademachers ein Stück, das sich auf die Grundzüge des Theaters beruft, indem es die Gefühle anspricht. Nicht die erzählte Geschichte, nicht die Worte, nicht die einzelne Sequenz stehen im Vordergrund, sondern vielmehr das Amüsement, das Entsetzen, die Langeweile, die Angst und die Liebe. (...). Ein emotionaler Abend." meinesuedstadt.de

"Regisseur Guido Rademachers und die Rose Theegärtner haben einen grandiosen Wurf gelandet. (...) Der Abend lebt nicht vom 'Was', sondern vom 'Wie' der Darstellung, also von der Atmosphäre. Fast jede Szene evoziert den Eindruck latenter Gewalt als Basis der Gesellschaft, als allgegenwärtiges Hintergrundrauschen sozialer Zusammenhänge, das die Protagonisten lächelnd überspielen. (...) Jede Geste, jede Mimik, jede Haltung sitzt. Freie Szene in Hochform." choices

"Der Grundgedanke von 'Am Ende der Nacht' ist überzeugend: im Gedenken an den Zerfall, den Krieg auslöst, erinnert man an die fortschreitende Selbst-Dekonstruktion des Theaters. Während drinnen eine fröhliche Theater-Kaputtmach-Party gefeiert wird, spielt draußen etwas, das an Krieg erinnert. Wie Rose Theegarten an die Unmöglichkeit erinnert, das eine mithilfe des anderen darzustellen, ist schon sehenswert." aKT - die Kölner Theaterzeitung