DAS MÄDCHEN AUS DER STREICHHOLZFABRIK

Nach dem Film von Aki Kaurismäki

Das Mädchen aus der Streichholzfabrik

Fotos: ©MEYER ORIGINALS

Iris arbeitet in einer Streichholzfabrik, am Ende eines menschenleeren Fließbands. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, die Schachteletiketten zu kontrollieren. Wie ihre Arbeit ist auch ihr Leben, eintönig und einsam. Bei den Tanzveranstaltungen am Wochenende bleibt Iris allein. Alles ändert sich, als ein Mann sie zum Tanzen auffordert und mit ihr ausgeht. Iris’ Träume vom Lebensglück, die sie sonst aus Kitschromanen bezieht, scheinen Wirklichkeit zu werden. Doch der Mann lässt sie fallen, und das um seine Wünsche betrogene, desillusionierte Fabrikmädchen beginnt eine stille Revolte gegen die Umbarmherzigkeit der Welt.

Die Arbeiterin Iris ist die berührendste Figur aus der „Proletarischen Trilogie“ des finnischen Filmemachers Aki Kaurismäki, die neben dem „Mädchen aus der Streichholzfabrik“ die Filme „Schatten im Paradies“ und „Ariel“ umfasst.

Mit Pia Wagner, Michael Knöfler | Inszenierung Simina German | Ausstattung Anne Manss | Musik Yotam Schlezinger | Dramaturgie Nicole Nikutowski

Premiere 19. Januar 2017

Die nächsten Vorstellungstermine / Kartenbuchung

Presse

”Pia Wagner und Michael Knöfler sind unglaublich stark in ihren Rollen. Pia Wagners Iris ist anrührend zart, von einer erstaunlichen Naivität, getrieben von tiefem Liebeshunger (…). Michael Knöfler kann man nur bewundern für seinen Darstellungsreichtum. Ob er nun den widerlichen, kaltherzigen Schnösel Arne verkörpert oder in die Rolle des Erzählers, der Mutter, des Vaters schlüpft: er lotet sie differenziert aus, bringt aber auch bei jedem zum Vorschein, was sie alle eint: ihre menschenverachtende Seite, die letztlich über Leichen geht. Großes Theater, das mit Standing Ovations beklatscht wurde. (…) Unbedingt sehenswert.” meinesuedstadt.de

"Ein warmherziges, anrührendes Drama, dessen Tragik im einnehmenden, emotionalen Spiel von Pia Wagner gut zum Vorschein kommt. (...) Passend erweist sich die Musik von Yotam Schletzinger, der in seiner grandiosen Live-Performance den Rhythmus des Abends zwischen Drangsal und Dynamik, Aufbruch und Abgesang in elekrisierende Töne packt." Kölner Stadt-Anzeiger

“Pia Wagner beherrscht die Szene, dafür reichen ihr Körperhaltung und Mimik, sparsam eingesetzt, dadurch um so eindringlicher: Abstumpfung, Verzweiflung, Glückseligkeit, Verliebtheit, Wut – alles spiegelt sich in ihrem Gesicht und fängt die Sympathie der Zuschauer. Iris ist eine Marionette des Schicksals, gefangen in Konventionen und familiären Verpflichtungen. (…) Yotam Schlezinger – verantwortlich für die Musik – 'überwacht' und kommentiert musikalisch das Geschehen wie ein Barkeeper hinter dem Tresen. (…) 70 spannende, mitreißende, sinnliche, berührende und eindringliche Minuten.” report-k.de

"Simina Germans Inszenierung rafft geschickt den Plot zu kleinen Inseln des Erzählens zusammen, die sich mit Momenten aktivistischer Motorik oder des Surrealen abwechseln. (...) Angesichts der Dialoglosigkeit konturiert Pia Wagner ihre Figur stark über den körperlichen Ausdruck, konzipiert eine spezifische Gestik, weitet oder beschränkt nach psychischer Befindlichkeit den Bewegungsradius. (...) Ein sehr guter Abend." choices