DEUTLICH WENIGER TOTE

Ein Kriegsspiel | Von Inken Kautter und Judith Kriebel nach einem Text von Falk Richter
Nominiert für den Kurt-Hackenberg-Preis 2013

Zwei Schauspieler, beide männlich, beide kurz über dreißig, beide sind in Deutschland aufgewachsen, wollen einen Theaterabend über den Krieg machen.
Bisher konnten sie sich nur darauf einigen, „Deutlich weniger Tote“ von Falk Richter zu spielen, doch der Text dauert nur 10 Minuten. Und dann?

Dann beschäftigen sie sich mit dem Krieg und seinen Ursachen, mit den deutschen Auslandseinsätzen und mit der Suche nach dem gerechten Krieg. Und weil sie zum Glück keine Kriegserfahrungen haben, spielen sie Krieg. In Form von Theater, Gesellschaftsspielen und Computerspielen. Sie treffen Bundestagsabgeordnete aus dem Verteidigungsausschuß und gehen in eine Paintball Halle. Und sie spielen Kleist, Shakespeare, Merkel, Clinton, Remarque, Schröder, Kohl, Borchert und unbekannte Bundeswehrsoldaten.

Seit den 90er Jahren sind Deutsche Soldaten in verschiedenen Kriegen auf der Welt beteiligt, eine öffentliche Auseinandersetzung damit findet häufig nur sehr einge-schränkt statt. Diskussionen über die Einsätze scheitern oft an der Einschätzung, dass man zu wenig Informationen habe, um den jeweiligen Einsatz beurteilen zu können.

Mit "Deutlich weniger Tote" begeben sich die Darsteller stellvertretend für die Zuschauer auf die Suche nach Informationen und Positionen.

Mit Valentin Stroh und René Wedeward Inszenierung Judith Kriebel Bühnenbild Susanne Weibler

Presse

"Da stockt der Atem: Eine scharfsichtige und satirische Auseinandersetzung mit Afghanistan-Einsatz und Gewalt." aKT - die Kölner Theaterzeitung