EWIG JUNG

Von Ingrid Berzau, Dieter Scholz und dem FWT-Altentheaterensemble
Uraufführung/Premiere 2003, gespielt bis 2010

Foto: FWT

Ist es Weisheit oder Starrsinn, Leid oder Freud? In „Ewig jung“ führt das Altentheaterensemble die vielen Facetten des Altwerdens vor.

Spielend und tanzend entfaltet das Ensemble Szenen, Bilder und Sinnbilder über das Älterwerden und Altsein und öffnet die Schatztruhe des Alters, gefüllt mit Erinnerungen und Träumen, mit Wissen und Können, neu.
Vom Picknick im Walde als Kind mit Verwandten und Freunden erzählen sie, von der Liebe in der Jugend zum langsamen Walzer, von der Begeisterung für Rock’n Roll oder Caterina Valente, von Grenzerfahrungen im Alter und von vielerlei Aktivitäten gegen das Altwerden, von der andauernden Suche nach dem Glück und vom Lebenswind, der einem immer wieder heftig entgegen bläst.
Tanzen, was das Zeug hält. Zehren von den eigenen tollen Erlebnissen als Jugendliche. Den Alterswehwehchen ein Schnippchen schlagen. Die Einfältigkeiten des Alters beklagen und zugleich seine Freuden und Annehmlichkeiten genießen. Die Falten im Gesicht und im Kopf glattbügeln.

Voller Einfälle, Lebensfreude, Witz, Ironie, aber auch mit Ernst, Trauer und ein wenig Weisheit werden Fragen an das Älter- und Altwerden gestellt. "Ewig jung" versetzt das Publikum unterhaltsam in ein Wechselbad der Gefühle und lässt dem Zuschauer zugleich Raum für eigene Phantasie.

Stückentwicklung und Inszenierung Ingrid Berzau und Dieter Scholz

Presse

"Verschmitzt ließen die Alten unter frisch gestärkten Petticoats Rezepte für "Ewig jung" durchblitzen; um dann wieder in flotter Revuefolge mit nostalgischem Blick zurück an den eigenen Wurzeln aus den 50er Jahren zu rütteln. (...) Ein Staraufgebot von 20 Köpfen wirbelte dort durch’s Rampenlicht, "Bäckchen an Bäckchen" im Walzertakt, "überall 25-Watt-Birnchen drin", purzelte als Gartenzwerg-Kolonne mit Schüppe, Harke und Karre durcheinander oder zappelte zu heißen Rhythmen über die Bretter. "Wer bringt mir den verdammten Twist bei?", wurde selbstredend in den 60er Jahren als Anzeigentext noch brav verfremdet: "Tanzpartner für moderne Tänze gesucht". Wie sich für den Hitlerjungen und Ministranten damals der Wechsel-Wimpel sowohl für ein Quartier in einer Jugendherberge wie auch im Kloster brauchen ließ, geriet ebenso ins Visier wie Erinnerungsspuren an Landverschickung, Wandertouren und Erntehilfen mit anschließendem "Festmahl"." Westfälische Post