SPÄTSOMMERGÄSTE

Von Ingrid Berzau, Dieter Scholz und dem FWT-Altentheaterensemble
Uraufführung/Premiere 1997, gespielt bis 2006

Foto: Michael Fehlauer

Ein Stück über Aufhören, Loslassen, Abschiednehmen, über Anfangen, Kennenlernen und Neubeginn. Eigene Erlebnisse des Ensembles – fröhlich, traurig, überraschend, eindringlich – bilden eine Szenenfolge, die die ganze Skala der Gefühle, von wehmütiger Erinnerung bis zum ansteckenden Lachen, mit einschließt.

Zum ersten Mal etwas tun, was ich noch nie gemacht habe. Endlich mit etwas aufhören, was lange genug gedauert hat. Plötzlich Abschied nehmen müssen, unerwartet jemandem begegnen oder etwas Neues kennenlernen. Welche Gefühle und Gedanken, welche Vorstellungen kommen beim Schlussmachen und Neuanfangen auf? Welche Erlebnisse und Erfahrungen hat man nach einem 60-90jährigen Leben gemacht?
Mit Feingefühl und Sinn für unterhaltsame Distanz bringt das Altentheater des Freien Werkstatt Theaters gelebte Abschiede und persönliche Momente des Neubeginns auf die Bühne: die Eltern verlassen, heiraten, in den Krieg ziehen, aus der Heimat fliehen, Ansichten aufgeben oder ändern, neue Überzeugungen erwerben, freiwerden von Lebensängsten, das Verlassen des Jugendalters und das Erwachsenwerden, Altwerden als Gewinn von Neuland, aber auch als Verlust.
Grundlage des Theaterstücks sind persönliche Erlebnisse und Erfahrungen, die zum Leben und Älterwerden jedes Menschen gehören, die aber auch die unterschiedlichen Lebensumstände ebenso wie die "großen" Ereignisse und Entwicklungen in diesem Land spiegeln.

Stückentwicklungung und Inszenierung Ingrid Berzau und Dieter Scholz

Presse

"Unverkennbar der Appell des Ensembles, Mut, genauer Lebensmut, zu vermitteln. Nicht den Kopf in den Sand stecken, sich dem Gerede "der Leute" widersetzen und seinen eigenen Weg gehen: Dies ist das Credo des Freien Werkstatt Theaters. Und Abschiede, immer wieder Abschiede begleiten den Abend. Mal traurig, mal fröhlich, dann förmlich, liebkosend, herzzerreißend - erstaunlich, auf welch verschiedene Arten dies geschehen kann." Kölnische Rundschau