≈ [ungefähr gleich]

Von Jonas Hassen Khemiri

ungefähr gleich

Foto: ©MEYER ORIGINALS

Fünf Menschen, die das Gleiche wollen: Erfolg und Lebensglück. Andrej sucht eine erste Anstellung, Martina möchte am liebsten als Selbstversorgerin leben. Ihr Freund Mani ist ein erfolgloser Wirtschaftswissenschaftler, der das System von innen bekämpfen möchte. Freja droht die Arbeitslosigkeit, und Peter lebt, längst aus der Gemeinschaft ausgestoßen, auf der Straße.

Auf eine nordisch-skurrile und bitterkomische Weise erzählt das Stück vom Scheitern am kapitalistischen System und lässt dabei keinen noch so absurden Weg aus. Khemiris Debütstück „Invasion!“ (2008) wurde in Stockholm uraufgeführt und erlebte neben zahlreichen Inszenierungen im deutschsprachigen Raum auch Aufführungen in New York, London und Paris.

Mit Moritz Heidelbach, Anja Jazeschann, Fiona Metscher, Philipp Sebastian | Inszenierung PiaMaria Gehle | Ausstattung Susanne Weibler | Dramaturgie Nicole Nikutowski

Vorstellungsdauer ca. 120 Minuten, inklusive 1 Pause
Premiere 1. September 2016

Die nächsten Vorstellungstermine / Kartenbuchung

Presse

“Die im Kern miteinander verwobenen Geschichten kratzen am Ende immer an der Wirklichkeit. Vor allem das hervorragende Zusammenspiel der Schauspieler macht ‘ungefähr gleich’ zu einem goldglänzenden Theaterabend.” Kölnische Rundschau

“Hochgradig amüsant ist es, mit welchem Aberwitz die Figuren in die Mühlen einer marktorientierten Gesellschaft geraten. Die vier Schauspieler switchen fantasiereich zwischen den Figuren, die der junge schwedische Autor in eleganten Erzählsträngen miteinander verwoben hat. (…) Großer Applaus für eine furiose Farce auf ein System, das zu viele Menschen auf die Verliererstraße schickt.” Kölner Stadt-Anzeiger

“Es gelingt Jonas Hassen Khemiri ein Netz aus menschlichen Beziehungen zu spannen, das sehr ideenreich ist. Er überrascht den Zuschauer immer wieder mit den bizarren Wendungen in seinem Stück.” meinesuedstadt.de

"Langen Beifall gab es im Freien Werkstatt Theater für die erste Premiere der neuen Theaterspielzeit. (...) Die Inszenierung von PiaMaria Gehle lebt von der Wandlungsfähigkeit ihrer Akteure. (...) Ein gelungener Auftakt für das zentrale Jahresthema 'Arm und reich'." koeln-nachrichten.de

“Khemiri schildert diese Biografien häppchenweise, verzahnt sie miteinander, lässt ein Kaleidoskop gescheiterter Existenzen entstehen. Indem die vier Darsteller immer wieder auch in die Haut von Randfiguren schlüpfen, ergibt sich ein virtuos zirzensisches Spiel mit kaputten Typen. (…) Die Bühne von Susanne Weibler lässt das Stück funkeln und gleißen. PiaMaria Gehles überaus einfallsreiche Inszenierung gibt dem Geschehen viel Zunder.” theater:pur

“PiaMaria Gehle setzt in ihrer Inszenierung auf vier sehr gute Schauspieler. Moritz Heidelbach (Andrej), Fiona Metscher (Martina), Anja Jazeschann (Freja) und Philipp Sebastian (Mani) spielen nicht nur eine Rolle, sondern springen in den Szenen, in denen ihre Figur nicht im Zentrum steht, famos in andere Rollen. (…) Bei manchen der Lebensvorstellung fühlt man sich als Zuschauer ziemlich gut getroffen, beinah ertappt, und das ist definitiv eine Qualität des Stückes. Wie sehr der Kapitalismus und der Konsum das Leben jedes Einzelnen auch in sehr emotionalen Momenten prägen, zeigt ≈ [ungefähr gleich] sehr scharf und sehr lustig.” kultura extra

"PiaMaria Gehle arbeitet mit Slapstick und lässt die Nebenfiguren sehr überdreht spielen, was viele Lacher bringt. Dabei nimmt die Regisseurin die Hauptfiguren aber immer ernst. (Ihr) gelingt eine unterhaltsame und stimmige Inszenierung, die ... berührende Momente schafft. (...) Ein Stück, das als Spielzeitauftakt auf das politisch engagierte Programm des FWT überzeugend einstimmt." StadtRevue